Google Chrome jetzt mit Designs – aber nur in Version Beta 3

Googles Browser, der bisher in ruhigen Blautönen erschien, unterstützt jetzt Designs – so wie es zum Beispiel die Konkurrenzbrowser Opera und Firefox schon früh vorgemacht haben.

Google stellt auf einer eigens dafür eingerichteten Seite eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten (fast 30) Themes bereit, die jeweils durch einen Klick auf “Apply theme” (Design übernehmen) eingerichtet werden… sollen.

imageMit einem Klick sollen neue Themes installiert werden.

Denn im Versuch funktionierte das trotz aktuellster Entwicklerversion (Beta 3)und Programmneustart nicht. Stattdessen erhielt ich für jeden vergeblichen Versuch eine CRX-Datei und diese Meldung:

ScreenShot014Einige Designs sehen interessant aus, etwa die mit wenigen Farben oder das transparente, “Transparent” genannte. Themes, die wahrscheinlich kaum einer verwenden wird, sind “Baseball” (außer vielleicht einige Fans in den USA), “Dots” mit seinem unruhigen Punkte-Muster oder “Legal Pad”, das ein derart schrilles Gelb hat, dass es für die Augen nur anstrengend sein kann, damit zu surfen.

Google will Chrome zur Plattform für 3D-Spiele machen

(PT) Der Chromium-Programmierer Greg Spencer gab heute im Blog “Chromium-dev” bekannt, dass man an der Implementierung der Grafikschnittstelle O3D begonnen hat. Das quelloffene Chromium-Projekt liegt dem Google-Browser Chrome zugrunde, die O3D-Schnittstelle stammt von Google und befindet sich derzeit in einem frühen Entwicklungsstadium. Sie kann derzeit nachträglich für den Browser installiert werden.

Durch das Einbinden der Schnittstelle als native API in den Browser erhoffen sich die Entwickler, Chrome als Umgebung für 3D-Spiele brauchbar machen zu können. Das Internet, beziehungsweise der Webbrowser soll sich, so der Wunsch der Google-Entwickler, von einem starren Medium in ein interaktives und vielseitiges ändern, sodass in dieser Umgebung auch andere Formen von Software lauffähig werden.

Damit 3D-Anwendungen, die die O3D-API ansprechen, noch schneller laufen, soll es ihnen sowie der Umgebung (also Chrome) erlaubt sein, direkt auf die CPU zuzugreifen.

Googles derzeitiges Problem ist: Der Browser Chrome hat derzeit sehr geringe, aber immerhin stabile Marktanteile. Google könnte seine Marktmacht weiter ausspielen, um den Browser stärker zu verbreiten. Daneben besteht das größere Problem, dass die O3D-API von Google selbst stammt. Sie ist also eine Eigenentwicklung und kein offener Standard. Google will jedoch genau das erreichen. Gelingt es dem Konzern, wichtige Spielehersteller für die Zusammenarbeit zu gewinnen, kann O3D dem Ziel, Standard zu werden, näher kommen. Sobald eine API Standard geworden ist, stehen die Chancen gut, andere Entwickler zur Mitarbeit zu gewinnen.

Googles Konkurrent im Bereich “3D im Browser” ist derzeit – Überraschung – Microsoft. Mit DirectX und Internet Explorer hat die derzeit eine sichere Position im Segment inne – auch wenn sie kaum nicht aktiv genutzt wird, das Potenzial ist da, um Google Paroli bieten zu können.

Ein vergleichbares Ziel hat übrigens das Industriekonsortium Khronos: Zusammen mit Mozilla (Hersteller von Firefox) und Google will man bis März 2010 erste Ergebnisse der Zusammenarbeit vorstellen. Geplant war zum Zeitpunkt der Ankündigung die Nutzung der schon bestehenden API OpenGL ES, um damit beschleunigte 3D-Grafik im Browser anzeigen zu können.

Wie sich Google das 3D-Web vorstellt, erfahren Sie auf der O3D-Website.

Wieder einmal: Google kündigt eigenes Betriebssystem an

Google will „Chrome OS“ schon 2010 auf den Markt bringen

Google, die Firma, die das Internet verändert hat und die aus dem Internet nicht mehr wegzudenken ist, hat vor nicht ganz einem Jahr recht erfolgreich den Webrowser „Chrome“ als revolutionäres Programm zum Anzeigen von Websites auf den Markt gebracht – zumindest will es Google so.

Google-Logo (© Google, Inc.)Jetzt plant man – wieder einmal – die Einführung eines eigenen Betriebssystems. Das wurde gestern abend über den Google Blog bekannt. Die Betriebssystementwickler haben das Internet lange als wichtiges Element der Computerindustrie und der Kommunikation nicht richtig Google Chrome-Logowahrgenommen, entsprechend habe man die Betriebssysteme nicht mit dem  nötigen Fokus auf das Medium gestaltet. So sieht man es zumindest bei Google.

Chrome ist für diejenigen entworfen worden, die das Internet leben, Informationen suchen, E-Mails lesen und schreiben, dort einkaufen oder den Kontakt zu Freunden halten. 30 Millionen Nutzer soll Chrome schon haben. Weil die Betriebssysteme nicht mehr Zeitgemäß sind, ist es an der Zeit für eine neue Art von Betriebssystemen. Google definiert Chrome OS als „natürliche Erweiterung von Chrome“.

Chrome OS soll ein schlankes, sicheres und einfach zu bedienendes Betriebssystem für Netbooks werden. Der Quellcode soll noch dieses Jahr offengelegt werden und in der zweiten Hälfte 2010 Einzug als fertiges Betriebssystem auf Computern finden. Ein Ziel der Entwickler ist es, dass das Betriebssystem innerhalb weniger Sekunden bereit ist und man im Internet, dem wichtigsten Medium, loslegen kann. Die Betriebssystemoberfläche werde minimal gehalten, um nicht im Weg zu sein und höhere Arbeitsgeschwindigkeiten zu ermöglichen.

Technische Hintergründe

Google Chrome OS ist für Netbooks vorgesehen und soll vorerst auf ARM und x86-Systemen laufen. Um die Lauffähigkeit zu garantieren arbeite man jetzt schon mit wichtigen Herstellern zusammen.

Als Basis für Googles neuestes Open-Source-Projekt dient – wer hätt’s gedacht – der Linux-Kernel. Anwendungen sollen von den Entwicklern aber als Webanwendungen konzipiert werden, eine richtige API wird vermutlich nicht bereitstehen. Die Anwendungen, die mit gängigen Webtechniken erstellt werden, sind dann nicht nur unter Chrome OS, sondern in jedem standardkonform rendernden Browser, etwa unter Windows, lauffähig.

Betriebssysteme von Google

Mit Google Android, dem Handybetriebssystem, hat Chrome OS nichts zu tun. GooOS 1381 Lediglich die Erfahrung mit einem als Open-Source-Projekt konzipiertem Betriebssystem kann man mitnehmen – und dass das funktioniert, ist längst bewiesen.

Die Ankündigung über ein neues und neuartiges Betriebssystem von Google ist nichts Neues. Im Jahr 2004 gab es Meldungen über „GooOS“. Es sollte ebenfalls Linux-basiert sein, wurde offensichtlich aber eingestampft. Die letzten Gerüchte darüber finden sich auf der Website gooos.org.

Rechts: Fast vergessen: GooOS, Google Operating System von 2004, Screenshot von “I’d Rather Be Writing”.

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