Skype wird nicht verkauft


Was lange erwartet wurde, trat jetzt teilweise ein: John Donahue, der seit etwa einem Jahr neuer Chef des eBay-Konzerns ist, gab gestern nach Börsenschluss bekannt, dass Skype von eBay abgespalten würde.

Der Internettelefonieanbieter soll laut Ankündigung am in etwa einem Jahr an die Börse gehen.

Durch den Börsengang soll Skype Möglichkeiten gegeben werden, die ihm durch die Bindung an eBay (und PayPal) verwehrt blieben. Skype sei ein “erstklassiges Unternehmen”, so Donahue, das aber nur “begrenzte Sympathien” mit eBay habe.

Schon der Verkauf des Sozialnetzwerks StumbleUpon im April wurde als Probe für den bevorstehenden Skype-Verkauf in Betracht gezogen. eBay wolle sich jetzt auf seine Kerngeschäfte, den Internethandel und den Bezahldienst, konzentrieren.


Seit der Übernahme von Skype durch eBay hat der Dienst einen gewaltigen Schub erfahren. So stiegen die Nutzerzahlen vom 53 Millionen bis heute auf 405 Millionen. Hinzu kam die Skype-Anwendung für das iPhone, die erst vor wenigen Wochen erschien. Allein durch dieses Angebot gewann Skype eine halbe Million neue Nutzer.