Gedruckte Blogs als Zeitung

In den USA wurde ein Projekt gestartet, das Blogbeiträge in einer Zeitung zusammenstellen und drucken möchte. Erste Exemplare der kostenlosen Zeitung sollen in Kürze zunächst wöchentlich in Chicago und San Francisco (USA) erhältlich sein.

The Printed Blog, wie das Projekt genannt wurde, befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Nach einer Probephase möchte man die Zahl der Auflagen und Veröffentlichungsrate der Nachfrage anpassen.

10 Regeln für Blogger

10 Regeln für Blogger, nicht ganz von der New York Times, sondern von SAI aufgearbeitet und von mir übertragen:

  1. Keine rassistischen, sexistischen oder religiösen Andeutungen mit abwertendem Beigeschmack.
  2. Satirische Inhalte für Erwachsene sollten nicht auf Nachrichtenseiten wiederzufinden sein.
  3. Abkürzungen, Redenwendungen oder Umgangssprache sind in Blogs eher erlaubt als in Printmedien. Das gilt nicht nur für private Blogs.
  4. Keine Obszönitäten oder anstößige Themen.
  5. Ungeprüfte Behauptungen, blindes Wiedergeben von Zitaten und andere Missachtungen journalistischer Regeln gehören nicht in seriöse Blogs.
  6. Autoren müssen persönliche und unqualifizierte Meinungen auseinander halten können.
  7. Der Blogger soll seinen Lesern unter Verwendung sachlicher Argumente seine Meinung kundtun – genügend vorgebrachte Argumente sollten es dem Leser ermöglichen, eine eigene Meinung zu bilden.
  8. Das gilt nicht für Editorials oder Vorworte, die von Seiten des Autors als Diskussionsanregung vorgesehen sind.
  9. Überschriften sollten das Diskussionsthema und nicht die Meinung des Autors aufgreifen.
  10. Unangebrachte Kommentare, die vulgär oder obszön sind oder andere Personen beleidigen, oder nicht zum Thema passen, sollten abgelehnt oder nachträglich gelöscht werden.

Die Bahn gibt auf

Möglicherweise ist es auf den großen öffentlichen Druck zurückzuführen, mit dem Markus Beckendahl, viele andere Blogger und die Nachrichtenportale auf die Bahn gewirkt haben.

Seit gestern ist bekannt, dass die Bahn keine weiteren Juristischen Schritte gegen Beckendahl vornehmen wird – die Vorwürfe der Bahn werden als überzogen gehandelt und widersprächen der freien Meinungsäußerung.

Bahnchef Hartmut Mehdorn hat ebenfalls gestern eine Erklärung abgegeben, in der bedauert, “dass es in der Vergangenheit bei den Mitarbeiterüberprüfungen zu Verstößen gekommen ist und kein Gremium der Arbeitnehmerinteressenvertretung informiert war” und sich bei den Mitarbeitern entschuldigt.

Rücktrittsforderungen an Mehdorn

Mit seiner Entschuldigung geht Mehdorn der Aufforderung der Gewerkschaften nach, sich zu entschuldigen. Transnet und GBDA verlangten laut der Süddeutschen Zeitung eine “unmissverständliche Entschuldigung für die Spähaktionen in der Belegschaft”. Zuvor hatte die Bundesregierung verlauten lassen, Mehdorn wenigstens bis zu den nächsten Bundestagswahlen im Amt belassen zu wollen.