Gerücht: Nvidia in der Krise – Produkte sollen vom Markt verschwinden


Die Autoren der Hardware-Website SemiAccurate berichteten gestern, dass mehrere Hochleistungsgrafikkarten des einzigen ATI-Konkurrenten Nvidia in Kürze das Ende ihres Produktlebenszyklus’ erreichen werden. Grundlage dieser Meldung sind interne Quellen beim Hersteller.

Mit den Produkten GTX285, GTX260 und in kürze auch GTX275 soll Nvidia bis Dezember die Grafikkarten der Mittel- und Oberklasse vom Markt nehmen. Ursache seien zu hohe Fertigungskosten der Vertragshersteller. Sie seien bereits darüber informiert worden, dass die genannten Produkte nicht mehr hergestellt werden sollen.

Ursache seien laut Winfuture Fehler der Entwicklung, die die Herstellungskosten offensichtlich falsch eingeschätzt hat.

Einziger Vertreter, der noch länger erhältlich sein soll, ist die GTX295, die aber nach Verkauf der Restbestände ebenfalls nicht mehr gefertigt werden soll.

Nvidia ziehe sich damit aus dem Markt der Mittelklasse- und Hochleistungsgrafikkarten zurück und müsse ihn dem Konkurrenten ATI überlassen, der 2005 von AMD aufgekauft wurde.

Nur ein Gerücht?

Will man die Produktion der GT2xx-Grafikchips auslaufen lassen, bevor gegen Jahresende eine neuere Generation auf den Markt kommt?

Bei Heise Online wird die Situation etwas anders dargestellt. Die Partner von Nvidia, die zum Beispiel Grafikchips auf Mainboards verbauen, bestätigten zwar, dass es Lieferengpässe gebe, wüssten jedoch nichts von Produktions- oder Lieferengpässen; lediglich Asus wolle sich gar nicht äußern.


Die Gerüchte um eine Krise bei Nvidia kommen unerwartet: Der Hersteller stellte erst kürzlich seine Plattform für DirectX 11-kompatible Grafikkarten “Fermi” vor. Jetzt Konkurrent ATI/AMD, der bereits seit sechs Wochen DirectX 11-taugliche Produkte herstellt und verkauft, den Markt zu überlassen wäre taktisch äußerst fraglich.