Windows 7: gut für Microsoft, schlecht für die Hardware-Hersteller


“Genügsames Windows 7 Bremse für den PC-Markt?”, fragte man sich heute morgen bei Winfuture Anbetracht der Tatsache, dass das neue Windows auf einigen älteren PCs schon wieder besser als XP läuft.

Die für Microsoft wertvollen Firmenkunden ziehen statt einem Hardware-Upgrade zunächst nur ein Upgrade des Betriebssystems in Betracht. Ein mittelständisches Unternehmen mit 100 PC-Arbeitsplätzen kann so etwa 10 000 Euro für das Upgrade ausgeben – und Microsoft verdient.

Ganz anders wird es in dieser Zeit den Hardwareherstellern gehen: solange PC-Anwender und Firmen das Upgrade von Windows genügt und neue Hardware dank schnell laufendem System unnötig ist, verdienen die nämlich gar nichts – es sei denn, man muss zum Beispiel in eine neue Grafikkarte oder etwas mehr Arbeitsspeicher investieren.

PII-Auslastung

Windows 7 läuft auch noch auf alter Hardware –
hier auf einem zehn Jahre alten PC.

Mit welch schwacher Hardware Windows 7 noch läuft, konnte ich in einem mehrfach veränderten Szenario feststellen: Am Ende lief die CPU mit gerade einmal 350 MHz und Windows standen 160 MiB RAM zur Verfügung.


Laut Winfuture laufe “Windows 7 auch auf vier bis fünf Jahre alten Computer[n] besser” als Windows XP.

Zu Zeiten von Windows XP werden es die meisten hingenommen haben, dass das Betriebssystem nicht innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit war – unter Windows 7 ist das jetzt anders, selbst auf alter Hardware (nämlich in den oben genannten Versuchen) startete es – egal wie schnell die CPU war – immer innerhalb von 90 Sekunden; auf aktueller Hardware natürlich schneller.

Damit kann man sogar noch im Internet surfen:
Windows 7 auf einem PC mit 700 MHz “schnellem” Prozessor und 384 Megabytes Arbeitsspeicher (Video in
Echtzeit), © 2009 Klopfzeilen.de

Ähnlich schnell geht das Wechseln in und Aufwachen aus dem Energiesparmodus (Stand-By) : Während XP und Vista zum Einschlafen mehrere Sekunden und selten sogar Minuten benötigten, passiert das bei Windows 7 innerhalb von 10 bis 20 Sekunden. Noch viel schneller geht das Aufwachen: Während mein Weihnachts-PC mit Vista fast zehn Sekunden brauchte, um mir das Anmelden zu ermöglichen, geht das unter Windows 7 in drei bis vier Sekunden.


Video: Windows 7 mit 350 MHz und 160 MiB RAM

Es geht noch langsamer, wieder mit Video:


Mein Plan, einfach einen der Speicherriegel zu entfernen, sodass Windows 128 Megabytes RAM zur Verfügung stünden schlug fehl: Windows konnte nicht gestartet werden, weil die Ramdisk nicht erstellt werden konnte. Also nahm ich den nächstkleineren und hatte erfolg: mit einem zusätzlichen 32 MiB-Riegel fuhr das Betriebssystem fast genauso schnell hoch wie zuvor mit 700 MHz und 384 MiB RAM.

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