Wie sich Mix-Download das Vertrauen seiner Besucher erschleicht


Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer E-Mail, die möglicherweise an eine größere Anzahl von PC-Besitzern verschickt wurde.

Die Autoren dieser E-Mail geben sich selbst als das BSI aus und warnen den Empfänger, dass sein Computer ungeschützt sei. Er wird zum kostenpflichtigen Download des normalerweise kostenlosen Antivirenprogramms Antivir von Avira aufgefordert.

Die E-Mail verweist auf die Website “Mix-Download”, die Freeware-Programme zum Download anbietet. Um die Software herunterladen zu können, ist eine Mitgliedschaft erforderlich, die 96 Euro kosten soll.

imageVersucht, mit grünem Anti-Malware-Logo Vertrauen zu erwecken: Die Website “Mix-Download”, jetzt am Pranger.

Die Website verlangt nach einem Klick auf den “Download”-Button die Eingabe persönlicher Daten. Der Aufforderung gehen leider immer noch viele Anwender nach, obwohl sie nicht wissen, an wen diese Daten übermittelt werden und was damit gemacht wird.

Das Modell ist bekannt, die Preise ebenso: Nach der Anmeldung erhält der unaufmerksame Besucher, der die Kostenhinweise nicht gesehen hat, Rechnungen per E-Mail; in seltenen Fällen per Post.

Wichtig ist und bleibt der Rat: Nicht zahlen!


Mit Websites wie der oben genannten und weiteren Themen zu Internet-Betrügereien befasst sich die Website Abzocknews.de näher.

Gut zu wissen

  • Trotz der Rechnungen und Mahnungen gab es noch keinen Fall, in dem die Besucher eines dieser Angebote zahlen mussten.
  • In einem einzelnen Fall kam es zu einem Urteil: Der Angeklagte gehörte zu der Gruppierung, die solche Websites betreibt.
  • Freeware-Programme können Sie in der Regel beim Hersteller herunterladen und unterstützen diesen dank Werbeeinblendung sogar dabei, sein kostenloses Angebot zu betreiben. Von Downloads bei Drittanbietern haben die Hersteller in der Regel nichts.

Wie man mit Forderungen der Abzocker umgeht, erklärt der Katzenjens im Schnelldurchlauf:


Connects 2 Content fordert von Angebotsnutzern Geld

Die Firma Connects 2 Content, die die Angebote Fabriken.de und Rezept-Ideen.de betreibt, teilte ihren registrierten Nutzern im Januar mit, dass die Angebote aufgrund einer AGB-Änderung ab dem 1. Februar kostenpflichtig würden. Wer die (bis dahin kostenlose) Mitgliedschaft nicht innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Mitteilung kündige, werde automatisch Nutzer des kostenpflichtigen Angebots.

Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz können die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht durch eine einseitige Änderung zu einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft bereits bisher kostenlos registrierter Nutzer führen.

Eine Änderung der AGB zu Ungunsten der Kunden ist nicht möglich.

Nutzern, die Rechnungen erhalten, wird empfohlen, schriftlich zu widersprechen.

In einschlägigen Foren berichteten einige Nutzer, dass sie Strafantrag gegen Connects 2 Content gestellt hätten.

ScreenShot088Und plötzlich kostenpflichtig: Rezept-Ideen.de


Mit sogenannten “Abofallen” versuchten sich in der Vergangenheit schon viele Firmen zu etablieren. Zuletzt sorgte das immer noch laufende Angebot opendownload.de für Aufsehen.