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Archive für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Google handelt mit Strom aus Windkraft

Der Internetkonzern Google setzt seinen Einstieg in den Handel mit elektrischer Energie fort. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hat der Aufbau von Google Energy begonnen, im Februar darauf erhielt Google Energy die nötigen Lizenzen.

Google Energy, Tochterfirma der FPL Group, nimmt ihre Arbeit am 30. Juli auf und soll ab dann 20 Jahre lang 114 Megawatt Strom liefern. Der wird übrigens mit Windkraftanlagen in Iowa gewonnen.

Den gewonnenen Strom wird Google aber nicht selbst verwenden. Stattdessen wird die Energie an US-Stromkonzerne verkauft, was Google Zertifikate über die Erzeugung ernuerbarer Energien einbringt, mit denen letztendlich gehandelt werden soll.

Google als Energielieferant

Google hat in den USA die Genehmigung erhalten, Energie einzukaufen und auf dem freien Markt zum Verkauf anzubieten. Das soll dem Konzern die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wie seine Rechenzentren betrieben werden. Dies könnten Googles erste Schritte als Energielieferant werden.

Für das neue Geschäftsfeld hat Google im vergangenen Dezember ein Tochterunternehmen mit dem Namen Google Energy hochgezogen; die “Bewerbung”, mit Energie zu handeln, wurde Google Energy von der FERC erteilt. Sie räumt dem den Konzern vermutlich auch eine Mitbestimmung bei der Preisgestaltung ein.

Die Rechenzentren sind Großverbraucher – und von denen betreibt Google weltweit natürlich mehrere. Wie viele es sind, verrät man übrigens nicht. Der Konzern verspricht sich vom eigenen Energielieferanten bessere Konditionen und vor allem eine zuverlässige Energieversorgung – denn auf die ist Google als Internetfirma angewiesen.

Google hat sich auch Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben: eingekaufte Energie soll erneuerbar sein, also aus Solar- und Windkraftanlagen gewonnen werden, sofern möglich. Ein Sprecher teilte mit, dass Energie vorrangig von Lieferanten abgekauft werden soll, die so Energie gewinnen. Mit seiner Nachfrage fördert Google so die umweltfreundliche Energiegewinnung.

Google als Energiedienstleister

Das Ganze lässt vermuten, dass Google längerfristig vorhat, als Energielieferant aufzutreten. Fragen dazu wurden bislang nicht beantwortet – soviel jedoch: “Wir haben nichts geplant” und “Wir sind uns nicht sicher” – Ähnliches hörte man auch, als Google ins Werbegeschäft einstieg.

Ein Auftritt Googles als Energiedienstleister steht zwar nicht fest und ist angeblich auch nicht geplant, Google wäre mit der Genehmigung der FERC allerdings dazu in der Lage.

Ab dem 23. Februar ist die Genehmigung offiziell gültig. Google betreibt und besitzt nach eigenen Angaben keine Einrichtungen, die es erlauben, Energie eigenmächtig zuzuteilen und besitzt auf diesem Gebiet daher keine Marktmacht.

Windows 7 keine Bedrohung für Apple

Microsofts morgige Markteinführung von Windows 7 wird Apples Verkaufszahlen nicht beeinflussen, schätzen mehrere Analysten in den vergangenen Tagen.

Brian Marshall (Broadpoint AmTech) hat Apples Zahlen der Zeiträume der vergangenen vier Markteinführungen von Windows (Windows 98, 2000, XP und Vista) analysiert und will dabei keinen Einschlag festgestellt haben. Apple kam es möglicherweise zugute, dass Microsoft ihr Windows-Betriebssystem immer später als das jeweils aktuelle MacOS ausgeliefert hat – sozusagen verspätet.

Apple 7 Abgesehen von den Zahlen, die im Jahr 2000 festgehalten wurden, gewann Apple immer; nur Windows 2000 führte dazu, dass sie weder stiegen, noch fielen.

Der Vista-Flop half Apple, sich auf dem Markt für Computer und Betriebssysteme erneut zu behaupten. Nach dessen Markteinführung im Jahr 2007 verlor Microsoft Kunden an Apple, was vor allem auf Negativ-Kritiken an Windows Vista zurückzuführen war.

Man geht jedenfalls davon aus, dass Apple auch nach der Markteinführung von Windows 7 seine Position halten wird. Das Unternehmen ist – verglichen mit der Konkurrenz – (noch) klein und unabhängig von den meisten Konzernen.

Sobald Apple aber mehr als 10 Prozent des PC-Markts innehat, besteht für Cupertino die Gefahr, Anteile an einen Windows-Nachfolger zu verlieren. Von Windows 7 gehe nach der Meinung der Analysten jedoch keine Gefahr in diesem Sinne aus.

Allerdings wird für die nächsten Jahre genau ein so großes Wachstum erwartet: sobald Apple seine Preise senkt – und das war schon mehrfach angekündigt worden – könnte ein Run auf die Produkte mit dem Obstlogo beginnen, der Apple zum ernsthaften Microsoft-Konkurrenten wachsen lassen könnte. Zudem gehört Apple zu den Firmen, die von der Weltwirtschaftskrise am wenigsten betroffen waren.

Gerücht: Nvidia in der Krise – Produkte sollen vom Markt verschwinden

Die Autoren der Hardware-Website SemiAccurate berichteten gestern, dass mehrere Hochleistungsgrafikkarten des einzigen ATI-Konkurrenten Nvidia in Kürze das Ende ihres Produktlebenszyklus’ erreichen werden. Grundlage dieser Meldung sind interne Quellen beim Hersteller.

Mit den Produkten GTX285, GTX260 und in kürze auch GTX275 soll Nvidia bis Dezember die Grafikkarten der Mittel- und Oberklasse vom Markt nehmen. Ursache seien zu hohe Fertigungskosten der Vertragshersteller. Sie seien bereits darüber informiert worden, dass die genannten Produkte nicht mehr hergestellt werden sollen.

Ursache seien laut Winfuture Fehler der Entwicklung, die die Herstellungskosten offensichtlich falsch eingeschätzt hat.

Einziger Vertreter, der noch länger erhältlich sein soll, ist die GTX295, die aber nach Verkauf der Restbestände ebenfalls nicht mehr gefertigt werden soll.

Nvidia ziehe sich damit aus dem Markt der Mittelklasse- und Hochleistungsgrafikkarten zurück und müsse ihn dem Konkurrenten ATI überlassen, der 2005 von AMD aufgekauft wurde.

Nur ein Gerücht?

Will man die Produktion der GT2xx-Grafikchips auslaufen lassen, bevor gegen Jahresende eine neuere Generation auf den Markt kommt?

Bei Heise Online wird die Situation etwas anders dargestellt. Die Partner von Nvidia, die zum Beispiel Grafikchips auf Mainboards verbauen, bestätigten zwar, dass es Lieferengpässe gebe, wüssten jedoch nichts von Produktions- oder Lieferengpässen; lediglich Asus wolle sich gar nicht äußern.

Die Gerüchte um eine Krise bei Nvidia kommen unerwartet: Der Hersteller stellte erst kürzlich seine Plattform für DirectX 11-kompatible Grafikkarten “Fermi” vor. Jetzt Konkurrent ATI/AMD, der bereits seit sechs Wochen DirectX 11-taugliche Produkte herstellt und verkauft, den Markt zu überlassen wäre taktisch äußerst fraglich.



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