Bei der Wikipedia gehen morgen die Lichter aus

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Aus Protest gegen die geplanten (derzeit aber auf Eis gelegten) Gesetzesentwürfe zur Sperre von Webinhalten mit urheberrechtlich bedenklichen Inhalten (SOPA und PIPA) werden bei der Wikipedia morgen in den englischsprachigen Versionen der Enzyklopädie per Stylesheet “die Lichter ausgehen”. Außerdem plane man die Einblendung eines Banners, der Besucher auf die Ursachen aufmerksam macht.

In dem Gesetzesentwurf “PIPA”, Protect IP Act, oder noch länger: Preventing Real Online Threats to Economic Creativity and Theft of Intellectual Property Act of 2011, sehen Internetnutzer ein Werkzeug der US-Regierung, das das Aussperren ausländischer Websites erlaubt. Im Falle einer Urheberrechtsverletzung sollen Netzbetreiber gezwungen werden, Websites auf DNS-Ebene zu blockieren.

In einer vorgestern veröffentlichten Stellungnahme der US-Regierung spricht man sich überraschend gegen Eingriffe in das DNS aus. Begründung: ”Gesetzesvorschläge dürfen nicht an der technischen Architektur des Internet rütteln, indem sie das Domain Name System manipulieren [...] Wir müssen eine Gesetzgebung vermeiden, die Anwender auf gefährliche, unzuverlässige DNS-Server schickt und zukünftige Sicherheitsmaßnahmen wie DNSSEC gefährdet.” (wie bei heise.de) Da auch der Entwurf des SOPA (“Stop Online Piracy Act”) auf DNS-Sperren setzt, wurde dieser Entwurf ebenfalls ausgesetzt.

Kritiker rufen aber weiterhin zu Widerstand auf: die beiden Entwürfe lägen nur auf Eis und solange sie nicht endgültig abgewiesen wurden, bestehen immer noch Möglichkeiten, sie anderweitig zu realisieren

 

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Not so handy: das Note von Samsung

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Klein ist was anderes. Und dennoch, oder gerade deshalb habe ich mich beim Kauf meines neuen “Handys” für das GX-7000 “Note” von Samsung entschieden, für das derzeit im Fernsehen und im Internet geworben wird.

Das Note ist der große Ableger aus der Galaxy-Serie, mit einer Display-Diagonale von über 13 Zentimetern übersteigt es die Abmessungen herkömmlicher Smartphones um Einiges.

Ich muss ein wenig ausholen: Vor etwa zwei Jahren machte Samsung Werbung für ein Gerät namens S8000 oder “Jét”. Schnell war es ja, aber das mitgelieferte Betriebssystem war einfach nur Mist. Die Auswahl an nachträglich installierbaren Anwendungen war überschaubar, viele waren veraltet, langsam oder ließen sich erst nach einem Totalreset installieren. Auf das Jetdroid-Projekt zu warten, kam nicht in Frage, viel zu lang hätten die Entwicklungen gedauert und ein Smartphone-Betriebssystemprogrammierer bin ich auch nicht. Beim Kauf kostete das Gerät 260 Euro, nur wenige Wochen später fiel es auf knapp 200. Eine Ohrfeige. Nach zwei Jahren “Strafpartnerschaft” mit dem S8000 kamen der Wunsch nach einem Android-basierten Smartphone sowie der Gedanke an ein Tablet auf – und hier kommt das Note ins Spiel. Das Riesenhandy taugt mir für beides, so der Gedanke.

Nach drei Tagen (ja, wirklich viel) Bedenkzeit bestellte ich die Maschine bei einem Handyshop ganz spontan in der Mittagspause während eines Telefonats (interessiert den Anrufer doch nicht); viel Zeit zum Nachdenken hatte ich in dem Moment nicht. Nur einen Tag später, ich blieb mal krankheitsbedingt zuhause, brachte der Postbote mein neues Spielzeug.
Spielzeug? Ja brauche ich denn so ein Gerät? Nach fast einer Woche mit dem Note habe ich es noch kein einziges Mal geschäftlich genutzt. Vielmehr diente es mir in der Zeit als “Surfpad”, während ich schepp auf der Couch hing, Tablet-Nutzung eben. Das Telefonieren mit dem Küchenbrett am Ohr sorgte schon für Gelächter. Ein Bluetooth-Headset ist manchmal ganz wünschenswert.

Jetzt aber mal ein paar Eckdaten:

  • Prozessor: 1,4 GHz (Dual-Core)
  • Arbeitsspeicher: 800 MiB
  • Interner Speicher: 2 GiB
  • USB-angebundener interner Speicher: 8 GiB
  • SD-Karte als Erweiterungsspeicher verwendbar
  • 5,3 Zoll (13 cm) AMOLED-Display, kapazitiver+resistiver Touchscreen
  • 8 MP-Kamera
  • Betriebssystem: Android 2.3.6 (nach Update) mit TouchWiz 4
  • Akku mit 2500 mAh Kapazität
  • Mitgeliefertes Zubehör: Kopfhörer für 3,5-Zoll-Klinke, 4-polig, mit Steuerung;
    Eingabestift, der ins Gerät gesteckt wird.

Auf eine Schutzhülle verzichtet Samsung, was angesichts des Kaufpreises von derzeit 519 Euro (Stand: November 2011) sehr verwundert. Den mir bekannten Geräten lag bisher immer eine (wenn auch einfache) Hülle bei.

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