IBM übersetzt “LOL” und bekommt ein Patent darauf

In SMS, Chats und Internet-Plattformen wie Foren soll IBMs Erfindung Abkürzungen wie beispielsweise “lol”, “imho” oder “brb” übersetzen können. Statt der im Internet längst gängigen Ausdrücke sollen mittels einer Software dann die langformen, also etwa “loughing out loudly”, “in my humble opinion” oder “be right back” ausgegeben werden.

Interessant wird die Erfindung an der Stelle, an der eine Abkürzung für mehrere Langformen stehen kann. So soll in Abhängigkeit vom Kontext entschieden werden können, ob “omw” mit “on my way” oder mit “oh my world” zu übersetzen ist.

IBM hatte den Patentantrag vor über drei Jahren gestellt und vorgestern unter der Nummer 7,640,233 erteilt bekommen.

Streit um Namen: Google vs. McGabe und "Go"

Man hätte es sich denken können: Nach Suchmaschine, E-Mail, Office, Smartphone-Betriebssystem und PC-Betriebssystem musste Google ja eine eigene Programmiersprache entwickeln. ”Go” nennt sie sich, ist eine Weiterentwicklung von C und hat Einschläge von Pascal.

"Go" verzichtet bei den aus C-ähnlichen Sprachen bekannten Verzweigungen beispielsweise auf Klammern und soll so das Schreiben von Code erleichtern:

for i := 0; i < flag.NArg(); i++

Das wäre ein Zähler in Go.

Google hat jetzt möglicherweise aber ein Namensrechtliches Problem: der Name "Go!" (mit Ausrufezeichen) wurde schon vor etwa 10 Jahren von Francis G. McGabe für seine Sprache vergeben. Das Werk, das die Sprache an den Mann bringen sollte, nannte er "Let’s Go!" - Google wählte übrigens "Let’s Go" (ohne Ausrufezeichen) als Titel für die Tutorial-Website.

In Deutschland wäre der Fall sicherlich eindeutig: Google müsste sich einen anderen Name für die Sprache ausdenken. Die Namen unterscheiden sich nur in ihrer Schreibweise.

Wie in den USA geurteilt wird, bleibt abzuwarten – falls sich Google und McGabe nicht anders einig werden können.

Microsoft TAG (MTAG)

Microsoft ist bekannt für äußerst gelungene Verfilmungen ihrer Zukunftsvisionen. Eine der neuesten: Das “Microsoft Tag”, kurz “MTag”.

Wie wäre es, wenn es eine Technologie gäbe, die

  • Ihnen das Suchen nach dem was Sie brauchen erleichtert?
  • Ihnen hilft, die Welt um Sie herum besser zu verstehen?
  • Ihnen hinter jedem Bild eine ganz neue Welt offenbart?

Insgesamt drei Videos zeigen, wie sich Microsoft vorstellt, wie in Zukunft Informationen aus einem mit dem Handy fotografierten Bild übertragen und verwendet werden können, um etwa Konzernkarten zu bestellen, im Geschäft die richtigen Produkte zu finden oder sich an fremden Orten zurechtzufinden.

Erste Fortschritte in der Entwicklung der MTag-Technologie demonstriert und erläutert Aaron Getz bei Channel 10: