IBM RAMAC 305

Der IBM RAMAC 305 (“Random Access Method of Accounting and Control”) war der erste Computer mit Festplatte. Die IBM 350 Disk Storage Unit besaß 50 Scheiben und nur einen Actuator-Arm und speicherte so 5 Millionen Zeichen zu jeweils 7 Bit, also etwa 4,4 Megabytes.

Erschienen ist diese Maschine im September 1956. Sie diente beispielsweise in großen Firmen der Buchhaltung oder wurde für militärische Zwecke eingesetzt.

Zum Lesen und Schreiben musste der einzige Schreib-Lesekopf der Festplatteneinheit sowohl vor- und zurück, als auch auf und ab bewegt werden.

RAMAC konnte für 3200 US-Dollar im Monat geleast oder für 160’000 Dollar gekauft werden. Bis 1961 wurden über tausend Einheiten gebaut, erst 1969 (!) stellte der letzte RAMAC 305 seinen Betrieb ein. (Eine moderne IT-Infrastruktur lebt vielleicht 4 Jahre.)

IBM übersetzt “LOL” und bekommt ein Patent darauf

In SMS, Chats und Internet-Plattformen wie Foren soll IBMs Erfindung Abkürzungen wie beispielsweise “lol”, “imho” oder “brb” übersetzen können. Statt der im Internet längst gängigen Ausdrücke sollen mittels einer Software dann die langformen, also etwa “loughing out loudly”, “in my humble opinion” oder “be right back” ausgegeben werden.

Interessant wird die Erfindung an der Stelle, an der eine Abkürzung für mehrere Langformen stehen kann. So soll in Abhängigkeit vom Kontext entschieden werden können, ob “omw” mit “on my way” oder mit “oh my world” zu übersetzen ist.

IBM hatte den Patentantrag vor über drei Jahren gestellt und vorgestern unter der Nummer 7,640,233 erteilt bekommen.

Geklautes Windows ohne Treiber

(WF) Microsoft bekam am Dienstag ein Ende 2005 eingereichtes Patent zugesprochen, das die Funktionalitäten eines nicht lizenzierten (Windows)-Betriebssystem stark einschränkt. Der Fall ist gegeben, wenn der Nutzer eine gestohlene Windows-Lizenz, eine Lizenz, deren Schlüssel auf einer schwarzen Liste steht oder eine nicht abbezahlte Lizenz nutzt, um ein Betriebssystem (etwa Windows) zu installieren.

Zur Beschreibung der patentierten Funktion heißt es:

“Ein Computer wird mit einem Betriebssystem betrieben, das Programme ausführt, und [Hardware]-Geräte betreibt, indem es Treiber lädt. Das Betriebssystem schränkt seine eigene Funktionalität ein, indem es bestimmte Geräte deaktiviert […] und dem Nutzer beschränkte Möglichkeiten gibt, Programme zu installieren.“

Im Kampf gegen Raubkopien wurden Windows Vista Funktionen eingefügt, die das Betriebssystem einschränken sollten, so wurde Aero Glass deaktiviert und beim Überschreiten der Aktivierungsfrist nur das Aktivierungsfenster gezeigt, das Desktop war dann nicht mehr erreichbar.

imageIn Windows Vista wurde es möglich, den Lizenzschlüssel auch nachträglich zu ändern, wenn man etwa eine neue Lizenz verwenden wollte oder erst eine einwandfreie erworben hatte.

Das neue Patent könnte genutzt werden, um Nutzer noch stärker zum Kauf einer gültigen Lizenz zu bewegen. Bisher werden dem Nutzer hauptsächlich nur Warnungen angezeigt, die er vor der Anmeldung bestätigen muss (Windows XP) oder es werden geringe Einschränkungen an der Oberfläche vorgenommen (Windows Vista).