“Windows Ribbon Framework” im Oktober auch für Vista

Die in Windows 7 konsequent eingesetzten Ribbons (etwa für die mitgelieferten Programme Paint und Wordpad) sollen offensichtlich auch für Windows Vista nachgeliefert werden. Möglich würde dies durch die Verfügbarmachung des Windows Ribbon Framework für Windows Vista.

Mit dem Framework können Entwickler das aus Office 2007 bekannt gewordene Ersatz für das klassische Menü selbst zusammenstellen.

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Wird es auch ein Update für Paint unter Vista geben?

Paint mit Ribbon-Oberfläche in Windows 7.

 

 

 

 

Die Hintergründe für Microsofts Entscheidung sind denkbar plausibel: gibt es mehr Plattformen, für die Ribbons einfach nachgeliefert werden können, würde das die Entwicklung vorantreiben.

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Eine kleine Notiz auf einer Seite des MSDN sorgt für Spekulationen.

Dass die Ribbons keine schlechte Idee waren beweist auch der Übergang einiger Entwickler zur neuen Bedienoberfläche. Es sind sogar schon Screenshots einer sich im Entwicklungsstadium befindenden Version von OpenOffice.org aufgetaucht.

Optischer Datenspeicher mit 500GB

Laut der New York Times soll der Firma GE ein Durchbruch in der Entwicklung der holografischen Speichermedien gelungen sein.

Die Verwendung von neuen Materialien ermöglicht es, optische Speichermedien zu entwickeln, die bei einer Größe einer handelsüblichen DVD eine Speicherkapazität von 500GB aufweisen.

Holografische Speichermedien speichern ihre Informationen in Form von dreidimensionalen Bildern. Die Forscher des General-Electric-Labor in der US-Stadt Niskayuna im Bundesstaat New York verwenden einen mikroholografischen Speicher, der die Informationen in kleinen, recht simplen Hologrammen speichert. Das Problem bisher war, dass die Menge des reflektierten Lichts bisher zu gering war, um diese Informationen zu lesen.

Die Verwendung eines neuen Materials brauchte dabei eine Verstärkung der Lichtmenge um den Faktor 200. Damit seien nun die Informationen lesbar und haben das Niveau handelsüblicher Blu-ray-DVDs.

Richard Doherty, Analyst beim Forschungsunternehmen Envisioneering, sieht eine mögliche neue Zukunft der optischen Speichermedien. Ebenso äußert sich Bert Hesselink, Stanford-Professor und Experte auf dem Gebiet holografischer Datenspeicher, positiv über die Entwicklung von GE. Es könnte ein wichtiger Schritt zur kommerziellen Nutzung holografischer Medien sein.

GE möchte den bisher nur im Labor gelungenen Versuch im Mai auf einer Konferenz für optische Speichermedien wiederholen. Die Firma erhofft sich dabei, dass das Medium bei der Markteinführung 2010 oder 2011 einen Preis von 0,08€ je Gigabyte haben wird. Heutige Blu-Ray-Disks mit einer Kapazität von 25 GB kosten derzeit noch 20 Cent je Gigabyte.

Mehr Multicore braucht neue Entwickler-Fähigkeiten

Seitdem auch Privatanwender Prozessoren mit zwei oder vier Kernen kaufen können und Parallel Computing immer wichtiger wird, werden den Softwareentwicklern neue Fähigkeiten abverlangt.

Microsoft und Intel fördern jetzt mit 20 Millionen US-Dollar für Colleges die Ausbildung von jungen Programmierern.

Über Jahre hinweg gab man sich Prozessoren zufrieden, die einfach nur schneller liefen. Heute, da es Mehrkern-CPUs gibt, gelten viele Regeln nicht mehr. Die Unterschiede lassen sich mit einem Sportwagen und einem Schulbus vergleichen: während die Stärke des ersten die Geschwindigkeit ist, kann der andere viel mehr Personen auf einmal befördern – allerdings langsamer.

Die Problematik ist, dass das einfache Hinzufügen von Kernen zu einer CPU die Geschwindigkeit nicht erhöhen wird – zumindest nicht, wenn die Anwendungen nicht darauf angepasst wurden. Damit etwa ein Prozessor mit vier Kernen voll ausgelastet wird, müssen die Entwickler ihre Anwendungen so anpassen, dass mehrere Threads auf die Kerne verteilt werden. Diese Threads müssen aber genau zugeordnet, aufeinander abgestimmt werden und relevante Daten zwischen einander austauschen können. Diese Komplexe Anforderung kommt dem beladen des Schulbusses gleich.

Um die Entwickler zur Arbeit mit den Kernen zu motivieren, hat eine Firma, nämlich TopCoder, zusammen mit dem Chiphersteller AMD einen Wettbewerb gestartet.

Überraschender Weise unterscheiden sich die Fähigkeiten, was Multicore-Programmierung anbelangt, bei den Programmierern stark, obwohl Multithreading eigentlich nichts Neues ist. Die Ursachen sind leicht zu finden: Multithreading wird den angehenden Programmierern nicht beigebracht. Deswegen konzentrieren sich Microsoft und Intel jetzt auch auf die Colleges.

Die Verbreitung von Anwendungen mit Multithreading-Fähigkeit wird in den kommenden Jahren durch angepasste Entwicklungsumgebungen vorangetrieben werden. Die meisten Betriebssysteme und gängige Programme sind schon bereit für Multicore-Plattformen, wobei es gerade bei der Spieleentwicklung noch viele Lücken gibt.

Um ready for multicore zu werden, stehen den Entwicklern mehrere Möglichkeiten bereit. Zum Beispiel können sie entweder ihren Programmierstil anpassen oder fertige Bibliotheken. AMD hat dazu unter dem Name “Framewave” über 3000 Routinen veröffentlicht, die Programmierern bei der Anpassung unterstützen sollen. Solche Bibliotheken sind aber keine endgültig brauchbare Lösung. Der Programmierer selbst muss auch für mehrere Kerne programmieren

Die Plattform RaipdMind kann single-threaded C++-Code durch eine Abstraktionsschicht parallelisieren, um mehrere Kerne zu nutzen. Trotzdem wäre es ein Trugschluss anzunehmen, dass solche Umgebungen schlechten Code in solchen verwandelt, der bereit für Multicore-Plattformen ist. Manchmal braucht es menschlichen Verstand, um zu erkennen, an welcher Stelle welcher Vorgang wie ausgeführt werden muss.