Facebook: Freunde anschwärzen und “Facebook verbessern”


Facebook wird dieser Tage noch mit einer fragwürdigen Methode, seine Benutzer zu “kontrollieren” in den Medien auftauchen. Bei einigen Nutzern sind Dialoge sichtbar geworden, die das Foto und den (Facebook-) Namen eines Freundes zeigen, dazu die Frage:

“Bitte hilf uns dabei zu verstehen, wie Nutzer Facebook verwenden. Deine Antwort bleibt anonym und hat keinen Einfluss auf das Konto deines Freundes. Ist dies der echte Name deines Freundes?”


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Facebook verweist immer wieder, auch bei dieser Aktion, auf die Nutzungsbedingungen, die verlangen, dass die Nutzer ihren realen Namen eingeben und auf Facebook verwenden.

Insbesondere bei den Deutschen ist das Bewusstein für Datenherausgabe übers Internet in den vergangenen Jahren geschärft worden.

Wahrscheinlich kennt und hat sie jeder auf Facebook: die Freunde, die nicht ihren realen Namen verwenden. Jeder versteht die Gründe hierfür. Mal möchte man überhaupt nicht gefunden werden, mal nur von Leuten, die einen ohnehin schon kennen oder gefragt haben, manche möchten allenfalls über gemeinsame Facebook-Kontakte gefunden werden. Die Verwendung pseudonymer Namen, abgewandelter Formen, Spitznamen oder gar frei erfundener Namen ist auf Facebook gang und gäbe.

Mit der kürzlich eingeführten Methode hat Facebook natürlich auch, wie im Dialog beschrieben, die Möglichkeit festzustellen, wie das Netzwerk genutzt wird. Facebook hat aber auch die Möglichkeit, herauszufinden, ob jemand wirklich mit seinem echten Namen angemeldet ist. Man kann sich ja schließlich mehrere Meinungen einholen.


Mag ja sein, dass Facebook sein Versprechen einhält und die Daten wirklich nur zu statistischen Zwecken erfasst. Kontrollieren kann es aber niemand der Nutzer.

Mit diesem System hat Facebook Buhrufe auf sich gezogen. Von Stasimethoden ist die Rede, man wird schließlich aufgefordert, Mitmenschen/Facebook-Freunde auszuliefern. Und was am Ende mit den Informationen passiert, kann auch niemand sagen.


3 Gedanken zu “Facebook: Freunde anschwärzen und “Facebook verbessern”

  1. Unglaublich mit welchen Aktionen Facebook immer wieder ankommen und sich dann noch auf die Nutzungsbedindungen beziehen. Damit machen sie sich keine Freunde und damit schrecken sie definitiv immer mehr Nutzer ab. Mal sehen, was in Zukunft da noch alles passiert.

  2. Ich finde das ehrlich gesagt sehr hilfreich. Mich nerven diese ganzen Pseudonyme und wenn man mal schnell jemand taggen will muss man sich erst wieder deren dämliche Namen überlegen. Wer nicht gefunden werden will hat andere Möglichkeiten, wir sind hier nicht im Kindergarten.

  3. Pingback: Facebook in Links (Juli 2012) | gumpelMEDIA

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