Softwarepatente: Yahoo bezichtigt Facebook des Ideenklaus


Yahoo plant, gegen Facebook vor Gericht zu ziehen. In der gestern eingereichten 19-seitigen Klageschrift führt Yahoo zehn Patente auf, die der neue Internetriese verletzten soll. Darunter fallen Techniken, die für Werbemittel, Benutzereinstellungen und Privatsphäre-Funktionen eingesetzt werden.

Yahoo wirft Facebook vor, geistiges Eigentum Anderer zu nutzen, um selbst damit zu verdienen.


Die angekündigte Klage könnte jetzt, kurz vor Facebooks geplantem Börsengang im Sommer, dazu führen, dass mögliche Investoren verunsichert werden.

Eine eingescannte Kopie der Klageschrift wurde auf docstoc.com abgelegt und kann von jedem gelesen werden.

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Facebook ließ verlauten, dass man sich “mit allen Mitteln gegen diese rätselhaften Aktionen” wehren würde.

Ganz unbekannt ist Yahoos Vorgehen nicht: Bereits 2004 fiel das älteste Internet-Unternehmen auf, als es kurz vor Googles Börsengang gegen Google klagte und Aktien im Wert von 230 Millionen US-Dollar als Entschädigung erhielt. Nach Googles Börsengang war der Wert der Aktien auf 1,6 Milliarden Dollar gestiegen.

Yahoos Vorgehen, möglicherweise losgetreten durch den neuen Mann an der Spitze, Scott Thompson, könnte ein weiterer Satz in diese Richtung sein. Statt die fraglichen Techniken schon vor Jahren zu beanstanden, scheint Yahoo eine Lösung zu suchen, die den Konzern selbst in Schnelle zum Gewinner macht.