Sammelklage gegen Microsoft abgewiesen
Immerhin einen Gewinn kann Microsoft in diesen Tagen verzeichnen. Nach der Entdeckung schwerer Sicherheitslücken in Internet Explorer 6 und Windows NT ist das beim Konzern eine willkommene Abwechslung.
Die Sammelklage gegen Microsoft wegen der Einführung des WGA-Programms (WGA, Windows Genuine Advantage, “Vorteile für die Nutzung eines echten Windows”) mit dem Microsoft seit 2006 gegen die Nutzer unlizenzierter Windows XP-Betriebssysteme vorgeht, wurde zurückgewiesen. So entschied ein Bundesrichter.
Die WGA-Prüfung wurde per Windows Update nachinstalliert. Das Update, welches als “kritisch” eingestuft wurde, konnte sowohl automatisch als auch manuell installiert werden. Besitzer eines rechtmäßig lizenzierten Windows XP-Betriebssystems bekamen auf Wunsch nur ein paar zusätzliche Informationen über die Vorteile, die anderen wurden beim nächsten Neustart über den Missstand informiert und dauerhaft mit Hinweisen in der Taskleiste informiert.
Als Kläger hätte sich (zumindest in den USA) jeder melden können, der einen Computer mit Windows XP besitzt. Im vergangenen Herbst warfen Microsofts Anwälte ein, wie unverhältnismäßig hoch die Forderungen seien: “Würden etwa 10 Millionen Nutzer klagen, könnte das Microsoft 100 Millionen Dollar kosten” – also rund 100 Dollar für jeden Kläger.
Die Beschwerde lautete auf das Verteilen eines für den Betrieb unwichtigen Updates das als “kritisch” gekennzeichnet war. Daneben habe es Microsoft unterlassen, die Kunden darüber zu informieren, welche Daten bei der Nutzung des WGA an den Hersteller übertragen werden. Die erste Version der WGA-Prüfung telefonierte nämlich bei jeder Anmeldung nach Hause; dies wurde durch ein späteres Update reduziert.
Die WGA-Prüfung ist zu Microsofts wichtigstem Werkzeug geworden, um unlizenziert verwendete Produkte zu ermitteln. Bei dieser Ermittlung werden laut Microsoft zwar keine persönlichen Daten übertragen, jedoch Daten über den Computer, das Betriebssystem und ausgewählte Dateien, woran man vermutlich diagnostizieren möchte, auf welche Methode das Betriebssystem manipuliert worden ist.
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Schlagworte: Microsoft, WGA, Windows XP
Beitrag vom Donnerstag, 21. Januar 2010, 14:36, eingeordnet unter Recht. Lassen Sie sich mittels RSS 2.0-Feed über neue Beiträge benachrichtigen. Sie können eine Antwort, oder ein Trackback von Ihrer Website hinterlassen.









































