Browseranteile in Deutschland: Firefox überholt Internet Explorer


Diese Nachricht haben wir im Stillen schon erwartet, wahrscheinlich haben aber die meisten damit gerechnet, dass es länger dauern würde: nach 10 Jahren der Herrschaft hat der freie und quelloffene Webbrowser von Mozilla mit dem Namen “Firefox” den Internet Explorer in Deutschland überholt. 45,4 Prozent der Internetnutzer verwenden den IE-Rivalen laut einer von Fittkau & Maaß Consulting durchgeführten Umfrage. Damit hat Firefox den Erzkonkurrenten erstmals überholt. Die drei letzten Versionen des Internet Explorers haben laut Umfrage einen Marktanteil von insgesamt 44,5 Prozent, die sich auf 7,2 (Version 6), 11,8 (Version 7) und 25,5 Prozent (Version 8 ) verteilen.

Internet Explorer 6 immer noch stark vertreten

Dabei wird wieder einmal deutlich, wie viele Nutzer immer noch mit der veralteten Version 6 des Browsers ins Netz gehen. Weil Internet Explorer 6 sowohl im Hinblick auf Sicherheit als auch bei der Unterstützung von Webstandards hinterher ist, haben sich einige Kampagnen gebildet, die sich zum Ziel gemacht haben, den Browser zu verdrängen – und dabei geht es nur selten darum, Benutzer komplett zu einem anderen Browser zu bewegen, sondern einfach nur dazu, einen aktuellen zu verwenden. Zahlreiche Anbieter von Online-Angeboten haben inzwischen angekündigt, diese zur Jahreswende nicht mehr für ältere Browser zugänglich zu machen.


Chrome, Safari, Opera bleiben weit zurück

Mit weitem Abstand liegen die Alternativbrowser von Google, Opera Software und Apple bei Anteilen von 2,3 (Chrome), 2,7 (Opera) und 4,4 Prozent (Safari). Dem inzwischen 13 Jahre alten und seit 4 Jahren kostenlos erhältlichen Opera ist es immer noch nicht gelungen, mehr Nutzer zu gewinnen. Ein Softwareentwickler beschrieb die Nutzer einmal als Freaks, die sich mit dem komplizierten Programm anfreunden können.


Google Chrome dürften besonders die kurz nach seiner Vorstellung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik herausgegebenen Warnungen einen Hieb versetzt haben, warnte die davor, dass der Browser Nutzungsdaten an Google senden könne und der Nutzer eindeutig identifizierbar sei.

Dunkelziffer

An der letzten Umfrage haben 126’000 Befragte teilgenommen, sie kann damit als repräsentativ angesehen werden. Man kann aber auch von einer Dunkelziffer für den Internet Explorer ausgehen: wie in den Umfragen zuvor hat sich gezeigt, dass insbesondere erfahrene Nutzer den Browser wechseln; Einsteiger und Gelegenheitssurfer bleiben oft beim mitgelieferten Internet Explorer – und die sind es auch, die erfahrungsgemäß nicht an Umfragen teilnehmen.


4 Gedanken zu “Browseranteile in Deutschland: Firefox überholt Internet Explorer

  1. Also der IE6 wird in den nächsten 12-18 Monaten verschwinden bzw. sehr viel an Volume verlieren. Opera könnte wirklich eine echte Alternative zu Firefox sein, ich verwende den wirklich gerne, da er sehr schnell ist und die neue Version super Features hat, die man beim Firefox erst noch nachrüsten muss. Allerdings bin ich auch viel mit dem Firefox unterwegs, weil es einige Plugins nicht für Opera gibt. Den IE meide ich eigentlich total und teste den nur, wenn ich mal ein Webdesign überprüfen will.

  2. Die Hauptursache für den starken IE6 sind update-unwillige Nutzer oder solche, die nicht einmal wissen, dass es neuere Versionen gibt. 12-18 Monate sind optimistisch, halte ich aber für unrealistisch.

  3. Ich nutze auch nur noch den Firefox. Der Hauptvorteil gegenüber dem IE ist meiner Meinung nach das einfache Hinzufügen von Add-ons. Das ist echt praktisch: Seitdem brauche ich kein externes FTP-Programm mehr. Ausserdem bilde ich mir ein, dass der FF nicht so schnell abschmiert… Opera habe ich noch nie probiert. Werde ich wohl auch nie: Gewohnheitstier…

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.