Microsoft zieht “Kotz-Werbung” zurück


… oder versucht es zumindest

Um die Verbreitung von Internet Explorer 8 voranzutreiben startete Microsoft die Kampagne und Website Browser For The Better, begleitet von der Hilfsaktion Feeding America. An die spendet Microsoft nämlich je Download acht Mahlzeiten.

Zur Kampagne gehören mehrere Videos, die Erscheinungen wie F.O.M.S. (Fear Of Missing Something), S.H.Y.N.E.S.S. (Sharing Heavily Yet Not Enough Shyring Still) oder G.R.I.P.E.S Gritting Rage Internet Pathetically Extra Slow)“erklären”. In einem vierten Video, das aus gleich genannt werdenden gründen offiziell nicht mehr existiert, wird O.M.G.I.G.P. (Oh My God, I’m Gonna Puke) erläutert.


Der Titel des Letzteren bedeutet sinngemäß “Ich kotz gleich” und genau das wird in dem Video auch gezeigt.

image Mit dem Spot wird die in Internet Explorer 8 integrierte Funktion “InPrivate” beworben, die Inhalte und Adressen von Websites, die in diesem Modus aufgerufen wurden, nicht speichert. Der in jedem Spot erscheinende Mann im gelben Rollkragenpulli weist auf die “ekligen” oder anstößigen PIEP-DOT-COM-Seiten hin, auf die die von Dean Cain dargestellte Frau gestoßen ist. InPrivate kann Benutzer vor dem OMGIGP-Syndrom bewahren.

Auf YouTube sind viel Kommentierende von der offenen Art, die die Werbemacher an den Tag legten, begeistert; Microsoft hat das Video jedoch nach zahlreichen Beschwerden zurückgezogen.


In Deutschland fühlen sich einige wahrscheinlich an die Werbung einer Hannoveraner Versicherung erinnert, in der der Familienvater die Lebensversicherung ablehnt und kurz darauf von einem fallenden Baum erschlagen wird. Auch diese Werbung wurde später entschärft – und zwar besonders offensichtlich: “Wir respektieren den Wunsch einiger Zuschauer, über den Tod so nicht sprechen zu wollen”, hieß es beim Ausblenden der Totschlagszene.

Der Spot ist von vielen Websites, darunter natürlich Microsofts Kampagne “Broser For The Better”, Channel 9 und einigen Nachrichtenseiten verschwunden, nur auf YouTube taucht er immer wieder auf und daran dürfte nicht nur die zweifelhafte Qualität, sondern auch der unter anderem durch diesen Blogeintrag angetriebene Streisand-Effekt Schuld sein.


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