Boykott gegen Opera


Der Blogger David von JCXP ruft zum Boykott gegen Opera Software ASA auf. In einem Beitrag vom 12. Juni schilderte er seine Meinung zum Verhalten des schwedischen Browserherstellers.


“Ja wirklich: Microsoft wird dafür bestraft, den eigenen Browser ins eigene Betriebssystem einzubauen.”

David wirft Opera vor, ein Verfahren gegen Microsoft angestrengt zu haben, das Microsoft die Bindung des eigenen Browsers an Windows untersagt – zumindest innerhalb der europäischen Union.

Microsoft gab nach und verkündete, Windows 7 in der EU ohne Internet Explorer ausliefern zu wollen. Computerhersteller, die Windows 7 vorinstallieren, sollen entscheiden, welcher Browser vorinstalliert wird.

imageOpera zeigt sich damit aber noch nicht zufrieden. Zusammen mit Google forderte man sogar, einen Dialog einzusetzen, der den Benutzer darauf hinweist, den Browser eines Drittanbieters verwenden zu können. Zeitweise lautete die Forderung sogar, diesen Dialog bei jeder Benutzeranmeldung einzublenden.

Und dann war da noch die von vielen Seiten als besonders dreist aufgefasste Forderung Operas, Alternativbrowser per Windows Update bereitzustellen – die Produkte der Drittanbieter seien dem Internet Explorer nun gleichgestellt.

David war das genug. Er fordert den kompletten Boykott jeder Opera-Software.

Opera versuche seiner Auffassung nach, den Browser, dessen Marktanteil übrigens bestenfalls bei 1 Prozent liegt, gewaltsam in das mächtigste Betriebssystem am Markt zu quetschen.


Der Opera-Browser wurde sogar vom recht jungen Google Chrome und wohlbemerkt – Safari für Windows (!) in seinen Marktanteilen übertroffen.

David und viele andere Beobachter sind weiterhin der Meinung, dass Microsoft das Recht eingeräumt werden muss, Internet Explorer im eigenen Betriebssystem mitliefern zu dürfen. Genauso liefert Apple nämlich Safari mit OS X aus.

“Opera Software darf Opera gerne in einem eigenen Betriebssystem als Standardbrowser einrichten.”

Kein Unternehmen sollte gezwungen werden, Fremdprodukte ins eigene Produkt einzusetzen. Es kam noch nicht vor, dass ein PKW-Hersteller zum Bau fremder Fahrzeuge gezwungen wurde.


2 Gedanken zu „Boykott gegen Opera

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