In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird Microsoft Windows 7 ohne Internet Explorer in den Handel kommen. Damit reagiert Microsoft auf ein laufendes Kartellverfahren der EU-Kommission aufgrund einer Beschwerde des norwegischen Browseranbieters Opera. Dem zufolge Verstößt die Bündelung von Betriebssystem und Browser gegen das Wettbewerbsrecht.
Anfänglich hatte Microsoft eine Funktion angeboten, um den Browser zu deaktivieren. Dabei wurde er aber nicht vollständig aus dem System entfernt. In der europäischen Version ist dies anders. Diese Version wird durch ein “E” am Ende des Produktname symbolisiert.
Microsoft will beide Versionen des neuen Betriebssystems zeitgleich auf den Markt bringen. Dave Heiner, Vizepräsident und stellvertretender Chefanwalt bei Microsoft schrieb dazu in einem Blogbeitrag: “Wir wollen Windows 7 in Europa zum gleichen Zeitpunkt anbieten wie im Rest der Welt. Wir müssen uns aber auch an die europäischen Wettbewerbsgesetze halten.” Dem Benutzer steht es demnach frei, welchen Browser er wählt. Microsoft bietet den IE8 stattdessen separat an.
Laut der Europäischen Kommission sei die Ankündigung von Microsoft ein Rückschritt. Statt mehrere Browser zur Auswahl anzubieten verzichte Microsoft ganz auf den Browser. Dies sei ein Nachteil für die Verbraucher beim Kauf des Betriebssystems im Einzelhandel.
Ein Vorteile sehe die Kommission nur für den Markt der PCs mit vorinstalliertem Betriebssystemen. Hier sei dem Hersteller freie Hand gelassen, einen bestimmten oder mehrere Browser vor zu installieren.
Die E-Varianten werden in 23 Sprachen sowie in 32- und 64-Bit erhältlich sein.

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