Alternativbrowser per Windows Update?


Die Wettbewerbsbehörde der EU zieht angeblich eine Zwangsintegration von Alternativbrowsern in Windows in Betracht. Grund ist die seit 1996 praktizierte Einbindung von Internet Explorer in Windows, wodurch sich Microsoft einen erheblichen Wettbewerbsvorteil erschlichen haben soll.


Neue Klagen gegen Microsoft stammen hauptsächlich von Opera Software ASA – dort kam der Vorschlag her, Alternativbrowser in Windows vorzuinstallieren oder per Windows Update anzubieten. Dadurch erhoffen sich die Hersteller der Drittanbietersoftware offensichtlich eine erhöhte Verbreitung ihrer Browser. Der Klage von Opera hat sich auch Google angeschlossen.

Zum Zeitpunkt ist nicht klar, wie die Kartellbehörden entscheiden werden. Es ist auch noch nicht bekannt, nach welchen Kriterien “Konkurrenzbrowser” angeboten oder zwangsintegriert werden sollen.


Der gleichnamige Webbrowser der klagenden Firma Opera hat derzeit einen Marktanteil von einem Prozent, Firefox hingegen immerhin 35. Ob Opera die Kriterien erfüllt und als “relevanter Browser” betrachtet werden kann, ist daher fraglich. Opera begründet den niedrigen Marktanteil immer wieder mit Microsofts ausgenutzter Monopolstellung.

Mozilla erwiderte übrigens, dass man es trotz der Marktmacht Microsofts geschafft habe, Firefox auf einen beachtlichen Marktanteil zu bringen.


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