Netbooks mit Windows: weniger Gewinne für Microsoft


Durch die billigen Windows XP Home-Installationen auf vielen Netbooks brechen Microsofts Gewinne mit dem Betriebssystem ein, ließ der Konzern gestern mitteilen.

 

Zurzeit für 15 US-Dollar zu haben: das betagte Windows XP Home Edition

Der Umsatz des ersten Quartals l ag 16% unter dem des Vorjahres, ähnliches erwartet man auch für das aktuelle Quartal. Dies sei teilweise auf den stark angestiegenen Verkauf von Netbooks zurückzuführen. 10% aller verkauften Windows-Lizenzen finden sich auf Netbooks wieder.


Auch im von Microsoft getauften “Premium Mix”, dem Angebot aus höheren Windows-Ausgaben wie XP Professional, Vista Home Premium, Business und Ultimate verzeichnet Microsoft sinkende Gewinne: gegenüber dem Vorjahr gingen die Verkäufe um 14% zurück. Schon im Vergleich zwischen dem Januar 2008 und Januar 2009 musste Microsoft einen Rückgang von 11% eingestehen.

Durch Netbooks werden allerdings die größten Verluste ausgelöst: Eine Lizenz für Windows XP Home Edition wird an die Netbook-Hersteller für gerade einmal 15 US-Dollar verkauft, für Windows Vista Home Premium verlangt man aber schon 50 bis 60 Dollar. Genau aus diesem Grund verdient Microsoft trotz stark angestiegener Verbreitung von Windows durch Netbooks viel weniger. Wie sich das Geschäft mit dem Billig-XP auswirken würde, hat man wohl unterschätzt. Hinzu kommt, dass der weltweite Verkauf von PCs schätzungsweise um bis zu 9% zurückgegangen ist, was Microsofts gewinne mit vorinstallierten Betriebssystemen weiter sinken lässt. Trotzdem steigen die Marktanteile – wenn auch mit billigen XP-Lizenzen.

imageIn der Prä-Netbook-Ära verliefen Microsofts Verkaufszahlen für Windows in etwa gleich mit denen verkaufter PCs. Stieg der PC-Verkauf um etwa 5% an, verkaufte auch Microsoft 5% mehr Windows-Lizenzen. Aber die Netbooks machen eine präzise Rechnung wie die vorige unmöglich.

Jetzt wirken sich die sinkenden Verkaufszahlen von PCs mit fast 9% aber mit bis zu 16% auf Microsoft aus.

Netbooks und Billig-PCs zu Preisen von höchstens 300 Euro kurbeln den Verkauf an und dieses Konzept lässt sich auch nicht mehr so schnell verdrängen.


Mit Windows 7 werden Microsofts Gewinne durch Netbooks nicht gerade steigen: Der Konzern sieht die stark eingeschränkte Starter-Version des Betriebssystems für Netbooks vor und plant, sie an die Hersteller günstig weiterzugeben. So werden zwar Netbooks mit Windows weiterhin günstig zu haben sein, über Rückgänge in den Gewinnen muss sich Microsoft jedoch im Klaren sein.

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