Micro-USB wird Standardverbindung zwischen Computer und Handy


USB, oder genauer: Micro-USB (auch “Mini-USB”), soll ab 2012 die Standardverbindung zum Aufladen von Handys werden. Damit werden wir neben einem einheitlichen Anschluss zum Aufladen unserer Handys künftig auch dieselbe Schnittstelle zum Transfer von Daten auf den PC nutzen können, auf eine proprietäre Verbindung dürften fast alle Hersteller dann auch verzichten wollen.

Auf der GSM World-Website heißt es, man habe sich auf den Standard geeinigt, um die derzeit 51 000 Tonnen Handyladegeräte überflüssig zu machen. Gleichzeitig wolle man die Standby-Stromaufnahme der Ladegeräte um 50 Prozent reduzieren. Damit zweigt nun auch eine der bisher oft von Seiten der Klimaschützer kritisierten Branchen eine Grünfärbung: Mindestens 17 große Handyhersteller wollen mit der Einigung etwas zum Klimaschutz beitragen.


Ich persönlich mache mir etwas Hoffnungen, dass Micro-USB auch zum Standard für andere Mobilgeräte wie Media-Player oder Kameras wird – auch hier bietet sich ein einheitliche Schnittstelle an. Was läge da näher als einen bestehenden Standard zu verwenden? Die Hersteller scheinen ja nun langsam zu erkennen, dass nicht die Bindung an eigene Produkte (wie proprietäre Steckverbinder) die Kunden hält, sondern die Zufriedenheit, etwa weil man Kunden mehr Freiheiten einräumt.


Handys per USB zu laden, ist derzeit noch keine Selbstverständlichkeit. Von meinem Mobilfunkprovider habe ich ein Nokia 3110 bekommen, das zwar mit einem Standard-Micro-USB-Anschluss glänzt, darüber aber nicht aufgeladen werden kann. Bei denen von Siemens hat’s doch auch geklappt, wieso nicht hier? Und überhaupt: Wieso musste Siemens Mobile sterben?