Hochfrequent ist böse


Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen? Im Physikunterricht erfährt jede Klasse irgendwann einmal, wie man Töne sichtbar macht. Der Lehrer baut das Folgende Experiment auf: Einen Lautsprecher, angeschlossen an einen Oszillator, sodass die Frequenz regelbar ist. Vor dem Lautsprecher steht ein Mikrofon, angeschlossen an ein Oszilloskop, das den Graphen der Schallwellen anzeigt. Dieses Experiment habe ich in der 5., der 8., der 11. und der 13. Klasse gesehen, beziehungsweise gehört. Und jedes Mal waren es die weiblichen Anteile, die bei Tönen über 22 000 Hz Kopf- und Ohrenschmerzen vorgetäuscht haben und fluchtartig den Raum verließen.
Aber warum erzähle ich das? Heute saßen wir bei einer Klausur still und leise im Kunstsaal. Als es dunkler wurde, schaltete die Lehrkraft die Beleuchtung – Leuchtstoffröhren – ein. Ziemlich früh hörte ich ein hohes Summen, das, wie manche wissen, von einem defekten Starter verursacht wird. Auf die Dauer hat es mich genervt, aber ich wundert mich immer noch, dass niemand Kopfschmerzen bekommen hat…